| Nicht jeder Transport ist so schnell und einfach gemacht wie derjenige
der persönlichen Utensilien die grade mal in einem Rucksack Platz
finden. Keine 10 Tage Zeit blieben, um nach der Benachrichtigung durch
die Zentralbahn den Abbau und den Transport eines ganzen Stellwerks zu
organisieren. Der Lieferwagen war schnell beschafft, doch dann begann
die Suche nach den Helfern... schliesslich konnte ich auf die
Bärenkräfte eines zu Besuche weilenden Freundes zählen, doch Standort
für das Stellwerk war noch keiner gefunden. Als Zwischenlösung wurde
dann die heimische Garage bemüht, welche mit Ach und Krach noch ein
bisschen Platz bot für das gewichtige Teil. |
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Mit tatkräftiger
Hilfe von Max (Bild) und Philippe war das Stellwerk schon bald von
seinen ehemaligen Lebensadern entbunden, dann wurde es per
Schienenhebewinde angehoben, auf Rollen montiert - und schliesslich ganz simpel aus dem
Dienstgebäude herausgerollt.
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Nach 3-stündigen Abbau- und Verladearbeiten war das Stellwerk von
Käppeli OW dann im Lieferwagen festgezurrt und bereit zur Fahrt in eine
neue Heimat.
Die Stufe beim Gebäudeeingang wurde genauso überwunden wie
auch der Ein- und Auslad beim Lieferwagen: eine Rampe aus
Schalungsbrettern und starken Holzklötzen wurde jeweils "fliegend"
aufgebaut, mit Nägeln und SpanSet einigermassen "gesichert", und
dann wurde das Stellwerk mit vereinten Kräften hoch- bzw.
runtergerollt
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Das Kestenholz Truckcenter
Basel steuerte (gegen reguläres Entgelt natürlich) den
passenden Transporter bei: K wie Käppeli? Jedenfalls brauchten wir
dank Hochdachversion das Stellwerk nicht zusätzlich zu zerlegen.
Für unser leibliches Wohl an diesem Tage sorgte natürlich das Hotel-Restaurant Bahnhof in Giswil. mmh!
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Nach
Ankunft in der Garage auf der Alp in Basel wurde das Stellwerk per
hydraulischem Heber angehoben und auf Holzklötze gestellt. Sonst
wären die Vollgummilaufflächen der Rollen innert
kürzester Zeit plattgedrückt worden.
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| Was man denn mit einem echten Stellwerk tun will, das erstens mannshoch
und zweitens ungefähr 350 kg schwer ist? Nun - wenn sich mal die
Möglichkeit bietet, das Stellwerk zur Steuerung einer Ausweichstation
auf der Modellbahn zu verwenden und somit auf eine Art und Weise
"betriebsfähig" zu erhalten, so hat das Stellwerk eine Zukunft vor sich
die sicher schöner ist als der Schrotthändler oder ein staubiges
Museumsdasein, wo nach jahrelanger "Spielerei" an den zahlreichen
Knöpfen alles fehlt was nicht festgeschweisst ist. Eine Herausforderung
ist es sicher, eine "Schnittstelle" zu konzipieren, die ein
Originalstellwerk mit einer Modellbahn verbindet. Doch dass dies
möglich ist, das zeigt nicht zuletzt die SBB-Ausbildungsanlage
Löwenberg. Als Vorarbeiten dazu wird das Stellwerk in der nächsten Zeit
erst mal gründlich gereinigt (vor allem innen), und es wird eine neue
Stromversorgung mit der funktionellen Schnittstelle zur Modellbahn
eingebaut. Allzu schiwerig kann dies nicht sein, wenn man die "wenigen"
Kabel betrachtet, die effektiv das Stellwerk mit seiner Umgebung
verbanden.... (sofern man die geheim verschlüsselten Schemata von 1949 noch
interpretieren kann). |
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Auch
dieses Jahr klappt es, dass Jürg und ich die Schynige Platte-Bahn
an einer Publikumsmesse vorführen können. Diesmal fahren wir
nach Köln
an die Modellbahnmesse (6. bis 9. November 2008). Dies ist
natürlich
ein grosser Grund zur Freude, sah unsere Modellbahn doch seit der
letzten Ausstellung keinen einzigen Tag Fahrbetrieb. Ausserdem
können
wir dann die fertige Anlage zum ersten mal in Deutschland
vorführen.
Damit auch diesmal wieder etwas Neues präsentiert werden kann,
wird
hinter den Kulissen fleissig gearbeitet. Dieses Jahr gibt es zwar keine
neue Lok, aber es befinden sich zwei neue Personenwagen für die
Schynige Platte-Bahn in meiner Werkstatt in Bau. Die zwei
dienstältesten Loks 12 und 19 erhalten anlässlich des
kommenden
Grosseinsatzes eine Getrieberevision. Es mag genauen Beobachtern
aufgefallen sein, dass beispielsweise Lok 12 an der letzten Ausstellung
in Bauma wegen Getriebeschwäche permanent auf dem
Abstellgleis stand.
Diesmal wollen wir erneut die Gelegenheit bieten, Livebilder aus dem
Zugführerabteil zu geniessen. Der Kamerawagen (zwar immer noch ohne
Standbild) wird auch in Köln wieder unterwegs sein und Bilder aus der
Mäuseperspektive übermitteln.
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Die kommenden Herbst- und Winternächte gehören wie immer nur teilweise
dem Modellbau - dazu habe ich zu viele andere Interessen und
Verpflichtungen, und nicht zu vergessen - einen ca. 120 %-Job. Die Kreativität kommt jedoch nicht zu kurz! So lasst
Euch überraschen, was alles an verschiedenen Projekten aus meiner
Werkstatt kommen wird...
Mit herzlichen Grüssen, euer
Aernschd. |