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Baustufe
1 - Untergestell, Teil 1
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Diese unscheinbar wirkende
Baustufe ist der aufwendigste Teil des ganzen Wagens. Laufeigenschaften
und Montagepräzision des Wagens hängen ganz wesentlich von der
Fertigungsqualität des Untergestells ab - hier sollte niemals
überstürzt gearbeitet werden. Zuerst werden die Grundplatte mit
Längsträgern und Plattform, dann die Achslager montiert. Danach folgen
die Details, schliesslich die Kupplungen und die Trittbretter. Die feinen Seitenstreben
und der Querträger an Wagenende MR dürfen in dieser Baustufe noch nicht
montiert werden.
Ein allgemeiner Hinweis zu dieser Baustufe.
Grundsätzlich wurde dieses Untergestell für alle Brünig-Güterwagen der
ersten Generation verwendet. Für offene Wagen sind jedoch die Breite der
Bodenplatte und der Seitenstreben anzupassen. Für offene Wagen ist die
Konstruktion ausserdem so abzuändern, dass die Schichten a) und b)
durchgehend gestaltet sind, sowie dass die Schicht a) aus einer passenden
Rillenplatte hergestellt wird. Die Öffnung des Schwenk-Achslagers wird
mit passgenau eingesetzten PS-Streifen von 0.25mm Dicke abgedeckt.
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Die Fahrwerkteile werden nach Bauplan aus PS
0.38, PS 0.50 bzw. Rillenplatte zugeschnitten, Löcher nach Bauplan
(vor)gebohrt und Linien angerissen. Zuerst werden die Schichten b) und c)
zusammengeschweisst, so dass die Bohrungen für die Bremsklötze (1.2mm)
angebracht werden können. Danach wird Schicht a) aufgeschweisst, die
Bohrungen für die Zentrierbügel (0.5mm), sowie die
Bohrungen für die Gehäuseschrauben (1.1mm) durch alle Schichten
durchgebohrt.
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Schicht b) enthält zwei kleine Ausschnitte
für den Lagerdraht (siehe unten). Damit der Draht perfekt passt, sind
diese Ausschnitte mittels Fräser oder Bohrer noch um gut 0.1mm zu
vertiefen.
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Mit Sekundenkleber wird der Lagerdraht (MS
0.5x10.0mm) für das Schwenk-Achslager zentriert und gerade auf Schicht a)
(zuunterst im Bild) montiert.
Danach können die UG-Teile zusammengeschweisst werden. Der Lagerdraht
wird zuletzt mit zusätzlichem Sekundenkleber beidseits in seiner
Halterung gesichert. |
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Die Ecken der Längsträger müssen an beiden
Enden so ausgeschnitten werden, dass sie präzis in die Querträgerprofile
hineinpassen. Danach werden zuerst die schmalen Querträger aussen bündig
an die Plattform geschweisst (Schwenklager, Seite LZ). Die Längsträger werden ausserhalb der
Markierung auf die Bodenplatte geschweisst. Zum Plattformende hin (Seite
LZ) ist ein Überstand von präzis 6.6mm einzuhalten. Die
Plattform wird darauf zentriert angeschweisst. Dabei bleibt eine Lücke
zwischen Plattform und Bodenplatte bestehen. Die breiten Querträger am
Wagenende MR werden noch nicht montiert! |
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Die Montagelöcher für die Kastenschrauben werden
angebracht. Sie werden mit 1.1mm durch alle Schichten a) bis d)
durchgebohrt, danach bis auf einen Rest von 1mm von unten her mit 2.3mm
versenkt. Wird der Wagen mit +GF+ Kupplungen
ausgerüstet, so sind die Bohrungen von 1.1mm Durchmesser anzubringen
(Masse im Bauplan bei Schicht d) angegeben). In diese Bohungen werden M
1.4 Gewinde geschnitten.
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Für die Montage von BEMO
Kupplungen werden zwei Ringe aus PS-Rohr 3.2mm (1.6mm hoch) aufgeschweisst
und zusätzlich mit Sekundenkleber gesichert (Masse im Bauplan bei Schicht
d) angegeben). Die Bohrungen für die Zentrierbügel (innen an den
Achshalter-Aussparungen) sind nur in diesem Fall nötig. Sie werden mit
0.5mm durchs ganze UG durchgebohrt (Masse im Bauplan bei Schicht c)
angegeben). |
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Die Achslager werden nun mit einem scharfen Messer auf einer
stabilen Unmterlage vorsichtig verkleinert: links ist ein unverändertes Lager zu sehen,
in der Mitte und rechts das veränderte. Die äussern Diagonalstreben werden vollständig
entfernt, und die vordersten 0.5 mm des Achslagerdeckels möglichst gerade abgeschnitten.
Das Schwenk-Achslager wird ausserdem mit Hitze an der dicken Stelle in der
Mitte ganz leicht vorgespannt (nicht auf dem Bild). |
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Die Achslagerbrücken können nun montiert
werden. Das Schwenk-Achslager wird durch einen Bügel aus MS-Draht 0.5mm
gesichert. Die Bohrungen für diesen Bügel werden durch das ganze UG
gebohrt und der Bügel mit Sekundenkleber gesichert.
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Wird der Wagen mit
BEMO-Kupplungen ausgerüstet, so sind nun die beiden Zentrierbügel aus
MS-Draht 0.5 zu montieren. Sie werden wiederum durchs ganze UG
durchgesteckt und mit Sekundenkleber gesichert. Sie stehen unten 2.5mm aus
der Bodenplatte heraus, so dass man sie von der Seite betrachtet nicht
sieht. |
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Die Öffnung für das Schwenk-Achslager wird nun mit
einem Stück PS 0.13 (9.0 x 20.0mm) abgedeckt. Wenn der Schwenkbereich des
Achslagers weiter eingeschränkt werden soll, dann kann das Abdeckstück
vorgängig mit in die Öffnung passendem PS 0.25 verdickt werden. |
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Die festen Achslager werden mit Sekundenkleber
zentriert in die Vertiefung eingeklebt. Die Bremsklötze werden ebenfalls
jetzt mit Sekundenkleber montiert. |
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Nun beginnt die Montage der Achlagerführungen. Hier
sollte wiederum mit grosser Präzision gearbeitet werden, denn man wird
später jede Ungenauigkeit erkennen.
Zuerst
werden die Trapeze mit wenig Faller Expert - mittig stumpf
auf die Längsträger geklebt (die Lücke zwischen zwei Trapezen beträgt 3.0 mm). |
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Danach kommt ein kleiner Verbinder auf die Innenseite des Lagers (Kleber:
Faller Expert). |
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Zuletzt kommen die neuen "Gleitlager" auf die
Aussenseite der Lagerführungen (Faller Expert). Das schwenkbare BEMO-Achslager hintendran
soll beweglich bleiben. |
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Es werden zwei Trägerklötze wie links im Bild
montiert. Mittige Abstände vom Rahmenende LZ: 22 und 26 mm. Darauf werden
mit Sekundenkleber zwei Luftbehälter montiert und die Leitungen nach Bild
verlegt.
Für die zusätzlichen Gussteile habe ich Urmodelle aus Messing gemacht und
diese in einer
hitzebeständigen Silikonform (Baumarkt) mit Weissmetall nachgegossen.  |
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Der Zylinder für die Zahnradbremse mit dem
Hilfsluftbehälter wird wiederum nach Bild montiert. Das Bremsventil wird
auf einen kleinen Trägerwürfel mit Kantenlänge 2.0mm montiert. Die
Position der einzelnen Teile kann auch durch Abzählen der Querlatten der
Bodenplatte ermittelt werden. Die Rillenabstände betragen jeweils 2.5mm. |
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Der Bremszylinder (H-R-F) wird mit kleinen Bohrungen
(0.4mm) versehen, so dass drei Stangen (MS-Draht 0.4mm) stabil daran
festgelötet werden können.
Längen der Stangen:
Handbremse (nach links, ist am rechten Hebel
festgemacht und geht unter dem linken durch) 44mm, Bremsgestänge links 14mm und rechts
24mm. |
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Der Bremszylinder wird nach Bild montiert. Er wird dazu
an
der Montageseite flachgeschliffen und mit Sekundenkleber befestigt. Die
beiden Bremsgestänge werden entweder auf die
Zentrierbügel gelötet oder 1mm vor den Achslagerbrücken
abgewinkelt, zentriert durchs UG gesteckt (Bohrungen 0.5mm) und mit
Sekundenkleber gesichert. Die Zugstange der Handbremse wird im
Querträger unter der Bremserbühne (Bohrung 0.4mm) gemäss Bild befestigt
und aussen bündig verschliffen. |
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Die restlichen Details der Bremsanlage werden
gemäss Bild montiert: Leitung zum Zylinder der Zahnradbremse (MS-Draht
0.4mm), Ventile (PS-Winkel 2.0 x 2.0 x 2.0mm, PS-Rundstäbe 0.75mm),
Absperrhahnen (MS-Drähte 0.8mm und 0.2mm) sowie der Bremslösezug
(MS-Draht 0.2mm).
Sämtliche Drähte, die durch die gesamte Bodenplatte
durchstossen und beidseitig festgeklebt sind, werden an der Oberseite der
Bodenplatte nun sorgfältig plangefeilt (nicht abgebildet).
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Ein erstes Schulterklopfen ist angesagt! Jetzt
ist eine Verschnaufpause für unsere Finger und Augen angesagt. Die
vielleicht aufwendigste Partie des Wagens ist im wesentlichen Teil fertig.
Die nächste Baustufe wird dem Wagen sein typisches Erscheinungsbild
verpassen...
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© 2005 Ernst Furrer, letzte Änderung
27.06.2005 |