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| Die
Aurora, auch unter den Namen Nordlicht oder Polarlicht bekannt, ist ein faszinierendes
Phänomen, welches im Zusammenhang mit der Sonnenstrahlung und dem Magnetfeld der Erde
steht. Die Aktivität der Sonne hat in den vergangenen Jahren vermehrt von sich reden
gemacht, und es besteht wachsende Wahrscheinlichkeit dafür, dass die Erde ihr Magnetfeld
bald umpolen wird, was ebenfalls die Möglichkeit Auroras zu sichten, erhöht. In Basel
sollten Auroras zu sehen sein, wenn das Magnetfeld der Erde stark gestört ist. Um bei
solchen Ereignissen ein brauchbares Mess- und Warnsystem vor Ort zu haben, baute ich das
von Karsten Hansky und Dirk Langenbach (siehe weblinks) entwickelte SAM - den simple
aurora monitor - nach.
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| Die Sonne hat im Rhythmus von
11 Jahren periodische Maxima ihrer Aktivität, wo sie jeweils ihr eigenes Magnetfeld
umpolt und dabei bedeutend mehr Materie ins Weltall schleudert. Es konnte jedoch keine
Gesetzmässigkeit der Zyklen der Sonne gefunden werden, da die genauen Vorgänge in und
auf der Sonne wissenschaftlich noch weitgehend nicht verstanden sind. Das letzte Maximum
der Sonnenaktivität war in Jahr 2001, doch gerade in diesen Tagen liefert unser
Zentralgestirn sogar Schlagzeilen, mit den grössten bislang registrierten Sonnenflecken
und Eruptionen.
Wenn die Sonne aus einem Sonnenfleck eine CME (coronal mass
eruption) in Richtung Erde schiesst, dann wird innert 1-2 Tagen die Erde einer Stosswelle
von Röntgen- und Partikelstrahlung ausgesetzt. Ohne das schützende Magnetfeld der Erde
wären wir dieser Strahlung fast ungeschützt ausgesetzt.
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| Durch die
geladenen Teilchen (hauptsächlich Protonen und Elektronen) aus der Strahlungswelle von
der Sonne ("Sonnenwind") wird das Magnetfeld der Erde verformt. Wenn es sich
dermassen stark verformt, dass sich an der der Sonne abgewandten Seite ein Plasmoid bildet
(siehe Bild), entstehen Ringströme welche die Partikel gegen die Pole hin beschleunigen.
In zwei Gürteln um die beiden magnetischen Pole der Erde werden die Teilchen konzentriert
in die Erdatmosphäre geschossen, wobei sie das Magnetfeld der Erde erneut stören. Eine
Aurora entsteht, wenn sie Sauerstoff- und Stickstoffatome in der oberen Erdatmosphäre in
ca. 100 km Höhe zum Leuchten anregen. Je stärker die Aurora ist, desto weiter gegen den
Äquator werden diese Gürtel vergössert. Zugleich bilden in den
"Van-Allen-Gürteln" die Magnetfeldlinien "magnetische Flaschen",
worin sich allerlei geladene Teilchen sammeln. Diese Van-Allen-Gürtel stellen z.B. eine
besondere Gefahr für Flugzeug- und Raumschiffbesatzungen dar, da dort die kosmische
Strahlung um ein Vielfaches höher ist als sonstwo.
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| Das alles ist also handfeste
Physik, keine Quacksalber-Astrologie-Schwafelei. Denzufolge sind solche Phänomene auf
vilerlei Art auch mess- und quantifizierbar. Als ich nach einer Bauanleitung für ein
solches Meldegerät Ausschau hielt, stiess ich zunächst auf die Methode mit einem Kompass
mit Spiegel dran, woran ein Laserstrahl abgelenkt wird. Bei Instabilität des
Erdmagnetfeldes würde dieses Gerät wegen der Bewegung des Kompasses also direkt ein
Wandern des Laserstrahls zeigen. Das Unschöne dran war, dass dieses Gerät idealerweise
ziemlich viel Platz (mehrere Meter Weg für den Laserstrahl) braucht, wenn es genau sein
soll, und ausserdem die Verarbeitung der Messanzeige schwierig ist.
Im 2002 bin ich dann auf den Bausatz von Karsten Hansky und Dirk Langenbach gestossen,
welchem ein Fluxgate-Magnetfeldsensor zugrunde liegt. Dieser elektronische Sensor misst
den magnetischen Fluss in einer Raumrichtung mit hoher Auflösung. Karsten und Dirk
konstruierten ein kleines Gerät mit zweier solcher Sensoren für beide Raumrichtungen der
Erdoberfläche, welches an einen Computer zur Datenspeicherung und -Auswertung
angeschlossen wird. Diese Sensoren zeigen also stets die Feldstärken des Erdmagnetfeldes
an, und das Gerät warnt, wenn diese stark zu schwanken beginnt.
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SAM Basel - Ernst
Furrer 47°31'37" N /
7°35'28" E JN37TN |
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© 2003 Ernst Furrer,
last modification 07.12.03 |